Aus: JydskeVestkysten

Der letzte Abend mit der Truppe

04.12.2014 | 13:15 |

Thomas Bruun

Soldaten: Am Donnerstag drehten die Wehrdienstpflichtigen ihre letzte von vielen Runden durch die Stadt – und zogen somit gemeinsam mit ihren Gruppenführern einen festlichen Schlussstrich unter die vergangenen vier Monate.

Die vier Monate sind gut überstanden – Monate mit Disziplin, Frühaufstehen und einer Unzahl an Manövern. Das wurde im Haderslebener „Crazy Daisy“ gebührend gefeiert. Foto: Jacob Schultz

Stillgestanden! Dritter und vierter Zug mit 85 Mann in Super-Stimmung zum Fest angetreten!“ – So schallte es hinüber zum DJ und zum Hauptmann, als die Wehrdienstleistenden am Donnerstagabend im „Crazy Daisy“ ihr Abschlussfest feierten. An diesem Abend waren statt Uniformen und Feldrationen Festkleidung und das ganz große Büfett angesagt, als die Soldaten samt Mannschaftsführer Einzug in ihr Stammlokal hielten und wohlgelaunt einen Schlussstrich unter vier Monate Wehrpflicht zogen.

„Wir haben uns riesig darauf gefreut. Es ist der letzte Abend mit den Jungs, das kann nur gut werden! Und dann ist es natürlich auch irgendwie klasse, die Vorgesetzten einmal als ganz normale Menschen zu erleben“, fand Mehdi Khiri.

Die Stimmung war ausgelassen – schon als die jungen Leute zur Tür hineinkamen. Die Freude darüber, kurz vor dem Ziel zu sein, war nicht zu übersehen.

„Es waren vier tolle Monate, und es ist schon erstaunlich zu sehen, wie sich die Leute während dieser Zeit gemausert haben. Ich glaube aber auch, dass es viele von uns gibt, die sich auf die Rückkehr in das zivile Leben freuen“, stellte Mehdi Khiri fest.

Der Abend bot alles im Überfluss, sowohl Bier und Drinks als auch Herausforderungen, Armdrücken und eine Quiz-Runde „Was will uns das sagen?“, bei der die Mannschaftsführer erraten mussten, wer sich in den vergangenen paar Monaten blamiert hatte.

 

Aufforderung zum „Stadtrundgang“

 

Dieses Fest war das letzte von zahllosen Donnerstagsabenden, an denen sich die jungen Leute in ihrem Stammlokal amüsierten. Diese Feste machten einen wesentlichen Teil ihrer vier Monate in Hadersleben aus.

„Für uns war es super, dass wir diese Donnerstagabende für uns hatten. Es macht einfach Spaß, die Leute in zivil und in entspannter Atmosphäre zu erleben“, wie Benjamin Skøtt sagte.

Die abendlichen „Stadtrundgänge“ waren keineswegs verboten. Man habe die jungen Leute nachgerade dazu aufgefordert, wie Hauptmann Lars Frederiksen verrät. Auch er nahm an den Festlichkeiten teil.

„Ich habe die Jungs von Anfang an dazu aufgefordert, donnerstags auszugehen. Es ist wichtig für den Zusammenhalt in der Truppe, dass man auch außerhalb der Kaserne zusammen ist. Das gehört zum Wehrdienst einfach dazu“, so Hauptmann Frederiksen.


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