Aus: JydskeVestkysten

Klotzen mit Lego

02.10.2014 | 14:52 |

Martin Franciere

Spaß und Spiel: Selbst gestandene Männer können sich ein kindliches Gemüt bewahren: Davon zeugen die Bauklötze, die sich im „Skærbæk Fritidscenter“ stapeln.

Das Lego-Fan-Wochenende ist ein Publikumsmagnet: Es pflegen 3.000 Gäste ins „Skærbæk Fritidscenter“ zu kommen. Es ist eine Ausstellung für Groß und Klein, für alle, die gern mit Lego klotzen.

Der Norweger Christian Faarlund ist mit einer kleinen Farm ausstellungsaktuell. Das Anwesen hat er in Modulen zu Hause hergestellt und diese in Scherrebek zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt: „Das Spiel mit Lego entschleunigt“, wie er findet. Foto: Hans Christian Gabelgaard

Scherrebek/Skærbæk – Im „Skærbæk Fritidscenter“

wird gegenwärtig eine Lego-Ausstellung mit verschiedenen Akteuren gezeigt. Unter den Gästen sind Hunderte Kinder – die Ausstellungsstücke aber sind von erwachsenen Männern geschaffen worden. Die Exponate stellen berühmte Schlösser, Höfe und Flughäfen dar, aber auch Eisenbahnen für Arbeitsroboter und Maschinen.

 

Die Modelle stammen aus der „Werkstatt“ von 350 Bastlern aus aller Welt. In den vergangenen Tagen haben sich diese Bastler mächtig ins Zeug gelegt, um rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung fertig zu werden. Die zahlreichen Aussteller kommen aus so fernen Ländern wie Brasilien, Hongkong, Australien, China, Norwegen und natürlich aus Dänemark.

„Auch wenn man als Landwirt sein Brot verdient, kann man wunderbar mit Lego spielen, damit die Leute inspirieren – und ihnen imponieren“, findet Allan Clausen, der als Bauer eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 117 Hektar beackert.

Er entdeckte sein Faible für Lego, als er einen großen Lego-Mähdrescher baute. Es folgten ein Traktor und ein Rübenroder. Als Landwirt verfügt Allan Clausen über einen Rübenanbau von 25 Hektar auf Lolland; sein  Rübenroder vom Typ Ropa hat damals für allgemeines Aufsehen gesorgt – und zwar für eine derartige Furore, dass Ropa in Sonderanfertigung Aufkleber eigens für das Spielzeugmodell der Maschine herstellen ließ.

„Die Bauklötze dafür haben mich zwischen 10.000 und 15.000 Kronen gekostet – und drei lange und kalte Winter, um sie zu einem Rübenroder zusammenzufügen“, schmunzelt Allan Clausen, der es als äußerst inspirierend empfindet, an diesem Lego-Wochenende in Scherrebek teilzunehmen.

Am anderen Ende der Halle steht der Norweger Christian Faarlund aus Oslo. Er verdient als Finanzmann seinen Lebensunterhalt; in seiner Freizeit indes baut er zuhause oder in den Räumen der Klotz-Gilde auf Lego:

„Das entschleunigt. Man vergisst die Welt um sich“, stellt Christian Faarlund fest. Er ist gemeinsam mit 17 Freunden aus der Klotz-Gilde nach Scherrebek gekommen. Für ihn persönlich ist es das zweite Mal, dass er in Scherrebek weilt. Im vergangenen Jahr hatte er eine Eisenbahn im Gepäck. In diesem Jahr ist er mit einem idyllischen landwirtschaftlichen Anwesen mit Kühen, Pferden, Schweinen und Hühnern vor Ort.

„Es ist wunderbar, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen – auch für Kinder“, stellt der norwegische Lego-Freizeitlandwirt fest.


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